Teufelswand

veröffentlicht am 1. Juli, 2018

Zehn Jahre ist es her. Zehn lange Jahre, in denen viel passiert ist, aber die Erinnerung an dieses eine Ereignis noch immer präsent geblieben ist. Zu dritt brachen Karl Unterkircher, Walter Nones und Simon Kehrer ins Karakorum-Gebirge auf, um eine der schwierigsten Wände der Welt zu besteigen: die berüchtigte Rakhiotwand des 8125 Meter hohen Nanga Parbat. Beim Aufstieg passiert das Unfassbare: Unterkircher, Leiter der Expedition und der erfahrenste Höhenbergsteiger der Gruppe, stürzt in eine Gletscherspalte und stirbt. Seine beiden Begleiter setzen den Aufstieg fort, nun unter ständiger Beobachtung der Weltöffentlichkeit und erreichen neun Tage später wohlbehalten das Basislager. Dass sie ihre Besteigung fortsetzen und nicht umkehren wird ihnen später zum Vorwurf gemacht. „Dabei wäre es viel gefährlicher gewesen, wieder nach unten zu steigen“, sagt Simon Kehrer.

Die Erlebnisse verarbeiten Nones und Kehrer in einem Buch: Teufelswand. Nicht einmal zwei Jahre später der nächste Schock: Nones stürzt am Cho Oyu in den Tod. Zehn Jahre nach dem Unglück am Nanga Parbat treffe ich einen nachdenklichen Simon Kehrer, der erzählt, warum er nicht mehr zu den Achttausendern zurückkehrt und den Nanga Parbat nicht hassen kann.

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