Erinnerungen

veröffentlicht am 22. August, 2018

Es war im Sommer 2010, ein Tag unter der heißen sizilianischen Sonne in einer der schönsten Städte Italiens: Palermo. Palermo, das viele für ein Monster halten. Die Stadt ist nah am Wasser gebaut und einige Missstände sind zum Heulen. Etwa 80 Prozent der Geschäftsleute zahlen nach Schätzungen Schutzgeld, die Ermordung der beiden Anti-Mafia-Jäger Giovanni Falcone und Paolo Borsellino hat sich ins nationale Gedächtnis gebrannt. Dass die schrecklichen Ereignisse von 1992 nicht in Vergessenheit geraten, das ist auch Rita Borsellino zu verdanken. Die Schwester von Paolo wird nach seinem Tod eine der bekanntesten Anti-Mafia-Aktivistinnen. An diesem heißen Sommertag vor acht Jahren treffe ich sie im Garten der Villa Filippina zum Interview und bin beeindruckt vom Kampf dieser Frau. Jetzt ist Rita Borsellino im Alter von 73 Jahren gestorben. Ihre Ideen, ihre Visionen werden bleiben.

„Die Mafia ist ein menschliches Phänomen, das wie der Mensch geboren wird, wächst und stirbt. Irgendwie hängt es von uns ab“

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